Bohnen anbauen
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Stangenbohnen im eigenen Garten anbauen

Die Stangenbohnen - Aussaat, Wachstum und Pflege

Auf dem Beet werden zwei Reihen Stangen schräg gegeneinander gestellt und oben durch eine Längsstange verbunden.

Der ideale Abstand der Stangen in der Reihe beträgt 60 Zentimeter, die Reihen sollten voneinander 70 Zentimeter entfernt sein.

Um jede Stange werden in einem Kreis von ungefähr 25 Zentimeter Durchmesser fünf bis sechs Bohnen drei Zentimeter tief gelegt.

Als gute Stangenbohnen-Sorten lassen sich die folgenden bezeichnen:

Stangenbohne Blauhilde - fadenlos, ca. 30 cm langen blaue Hülsen. Beim Kochen werden die Hülsen grün. Ertragreich, gesund, Virusresistent und Bohnenkrankheiten resistent.
Stangenbohne Cobra - fadenlos, ca. 20 cm lange dunkelgrüne Hülsen. Schwarzkörnig. Resistent gegen Bohnenmosaikvirus.Gut geeignet zum Einfrieren.
Stangenbohne Eva - Ovale, ertragsreiche, hohem Frühertrag. Dunkelgrüne Hülsen mit einer Länge von 26-28 cm. Im Typ der alten Sorte Mombacher Speck.
Stangenbohne Neckargold - Robuste, mittelfrühe Sorte. Goldgelben, runden, 19 - 21 cm, fadenlosen Hülsen.
Stangenbohne Neckarkönigin - Bis 28 cm langen fleischigen Hülsen. Mittelspät reifend.
Stangenbohne Mombacher Speck - mit Fäden. Hochrankend. Korn weiß. Eine altbekannte Sorte.

Bohnen

 

Wieviel Samen benötig man?

100 Gramm Saat reichen für 40 bis 50 Stangen je nach Größe des Korns.

Sind die Bohnen so groß, dass sie ranken wollen, müssen Sie ihnen durch vorsichtiges Anlegen an die Stange helfen. Beachten Sie dabei, dass sie entgegen dem Uhrzeigersinn ranken.

Bohnen

Bohnengerüst    (CC BY 2.0)

Die Bohnen sind gegen kühle Witterung sehr empfindlich. Die Tagestemperatur sollte daher zwischen 12 und 18 Grad liegen.

Die niedrigste Bodentemperatur, die eine Keimung überhaupt erst ermöglicht, liegt bei plus 10 Grad. Daraus lässt sich erkennen, dass die Bohnen, welche zu früh gelegt worden sind, wohl quellen, aber nicht zum Keimen kommen. Die bittere Folge davon ist, dass sie im Boden verfaulen. Gern wird dann die Schuld dem Samen zugeschoben.

 

Wann soll man Stangenbohnen aussäen?

Es empfiehlt sich, die Bohnen nie vor dem 9. Mai zu legen. In der Regel ist dann die Bodentemperatur optimal. Somit kann die Saat quellen und wird nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, aufgehen.

Junge Bohne auf dem Feld

Junge Bohne auf dem Feld    (CC BY 2.0)

Bei Stangenbohnen müssen Sie erst die Stangen stecken und dann die Saat legen. Oft wird es umgekehrt und damit umständlicher gemacht.

Der 5. Juli sollte als letzter Stichtag für die Aussaat der Späternte gewählt werden, denn man rechnet je nach Sorte 75 bis 100 Tage Wachstumszeit bis zur ersten Pflücke.

 

Welche weitere Pflege ist nötig?

Im Sommer ist außer dem Hacken und Lockern des Bodens keine besondere Pflege nötig. Bei anhaltender Trockenheit sollte natürlich gegossen werden, weil sonst die Blüten leicht abfallen. Zudem sollten Sie das Beet unkrautfrei halten.

 

Selber Saatgut ernten

Bei Bohnen ist es besonders leicht, selbst das Saatgut für die nächste Gartensaison zu erzeugen. Oft wird allerdings der Fehler gemacht, dass man diejenigen Samen nimmt, die zuletzt - ganz oben - wachsen und die man irgendwie vergisst, rechtzeitig zu ernten. Zwar kann man diese Samen im Prinzip auch verwenden, allerdings werden sie dann etwas später tragen. Daher empfiehlt es sich, ganz unten an der Pflanze einige Bohnen ausreifen zu lassen und dann diese als Saatgut zu ernten.

 

Stangenbohnen

Buschbohnen

Feuerbohnen

Dicke Bohnen

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